Abendwanderung vom 8. Juli 2016

Geschrieben von Frei Walter am

Bei einem Altersunterschied von über 70 Jahren trafen sich jung und alt in Nussberg bei der Familie Kübler zur diesjährigen LSV-Abendwanderung. Aufgrund des jüngsten Teilnehmers wurde die Route durch die Organisatorin spontan kinderwagenfreundlich angepasst. Bei einem angenehmen Sommerabend stand uns ein rund einstündiger Spaziergang bevor. Eine ansehliche Gruppe von über 30 Personen machte sich um 19.00 Uhr auf den Weg, mit Ziel beim Privat-Grillplatz im Wald von Fred. Dort war dann durch fleissige Helfer bereits alles für einen gemütlichen Grillabend vorbereitet, so dass man sich ausgiebig mit Wurst, Brot und Kuchen verpflegen konnte. Anschliessend wurde bei immer noch sehr angenehmer Temperatur geplaudert und gelacht, bis man sich nach und nach verabschiedete und den Heimweg antrat. Nachdem alles zusammen geräumt war, machte sich als letzter auch Fred mit seinem "Hürlimann" auf den Weg und tuckerte zurück ins Dorf.

Das war ein schöner und gemütlicher Vereinsanlass. Dafür danken wir der Organisatorin Ursula und den HelferInnen Dagi, René, Kari, Peter und Fred. Letzterem rechnen wir hoch an, dass er zu Gunsten unseres Vereins auf seinen heiss geliebten Freitag-Männerabend verzichtete.

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2. Engadin Ultraks vom 2. Juli 2016

Geschrieben von Frieden Thomas am

Es war 05:00 Uhr als der Wecker ertönte. Ich hatte am Vorabend entschieden eine Stunde länger zu schlafen als sonst üblich. Normalerweise stehe ich mindestens 4 Stunden vor einem Rennen auf. Doch ich hatte in den vergangenen Tagen wegen meines Nacken-/Schulterleidens schlecht geschlafen und wollte darum etwas „Zeit gut machen“.

Meine Problemzonen fühlten sich gar nicht so übel an. Den Kopf konnte ich (fast) schmerzfrei links und rechts hin und her bewegen. Es gibt sie doch…die Wunder!

Um 05:15 Uhr begab ich mich auf eine sehr lockere und kurze Laufrunde (∼ 15 Minuten), um die wunderbare Morgenstimmung aufzusaugen und den Körper und Geist zu aktivieren. Der Himmel war leicht bedeckt. Danach folgte das Frühstück (Reis) auf dem Zimmer, weil die Jugendherberge in Pontresina die Tore zum Essraum erst um 06:00 Uhr öffneten. Doch ohne Kaffee ging es natürlich nicht. Ein paar Tassen Kaffee genehmigte ich mir später im Esssaal, während Petra „normal“ frühstückte. Es waren einige LäuferInnen in der „Jugi“. Das Wetter war allseits ein Thema. Kommt er oder kommt er nicht? Der Regen war gemeint. Jeder prüfte mehrmals (!) sein Wetter-App auf dem Handy. Die Chancen waren etwa 50:50. Es blieben noch gut 90 Minuten bis zum Start. Zeit für die letzten Vorbereitungen.

08:12 Uhr. Martin war unterdessen auch im Startblock eingetroffen. Wir waren nicht in der gleichen Unterkunft untergebracht, weshalb wir uns erst kurz vor dem Startschuss trafen. Um 08:15 Uhr schickte ein lauter Knall die TeilnehmerInnen auf die Reise. Eine Reise ins Ungewisse. Martin und ich peilten eine Endzeit zwischen 6:00 und 6:30 an.

Der erste Streckenabschnitt kam mir entgegen. Von Pontresina (1‘805 m ü. M.) aus ging es ins Val Roseg (1‘999 m ü. M.). Rund 8 Kilometer lang liefen wir auf dem Wanderweg ins Tal hinein und überwanden dabei „nur“ 200 Höhenmeter. Eine sehr schöne und ruhige Landschaft. Kurz vor der ersten Verpflegungsstation tauchte Petra auf. Sie übergab mir eine leichte Jacke, denn der Himmel sah nicht sehr verheissungsvoll aus. Am Verpflegungsposten angekommen, gönnte ich mir den ersten Energy-Gel. Weitere sollten noch folgen. 6 Sachet waren es schlussendlich. Ich lag zu diesem Zeitpunkt auf Rang 6 oder 7. Martin war etwas zurückgefallen beziehungsweise hielt sich noch etwas zurück.

Weiter ging es Richtung Fuorcla Surlej, dem höchsten Punkt des Rennens (2‘755 m ü. M.). Jetzt begann der Wettkampf so richtig. Auf den rund 4 Kilometern mussten 750 Höhenmeter bewältigt werden. Ich begann bald einmal mit Marschieren. Andere taten es auch. Es wurde kühler und regnete leicht. Ich war sehr froh um die Jacke. Martin kam mir immer näher und überholte mich ungefähr bei Hälfte des Aufstieges. Ich nahm mit einem Konkurrenten die Verfolgung auf. Leider verlief sich dieser und ich „dummes Kind“ tappte ihm blindlings hinterher. Zum Glück riefen uns andere Läufer zu. So kamen wir wieder auf den richtigen Weg zurück, aber einige Plätze hatten wir durch das Missgeschick eingebüsst. Auf der Fuorcla Surlej angekommen, ging es sogleich wieder runter. Hier oben lag noch reichlich Schnee. Bis zum nächsten Verpflegungsposten musste ich mich noch etwas gedulden. Bei Murtèl, Kilometer 13,6, war es dann soweit. Martin lief gerade los, als ich ankam. Ich liess mir für die Verpflegung Zeit, da ich ohne Trinkrucksack und –gurt unterwegs war. Teilweise waren die Verpflegungsstationen 7 bis 9 Kilometer auseinander.

Frisch gestärkt, ging es weiter Richtung St. Moritz Bad. Nun mussten 1‘000 Höhenmeter auf 8 Kilometer vernichtet werden. Ich fühlte mich noch sehr gut. Dies änderte sich aber schlagartig. Ich bemerkte, dass andere Läufer bergab viel schneller rannten, als ich es konnte. In technisch schwierigen Passagen war dies eklatant. Es gab Läufer, die stürzten sich richtiggehend den Hang hinunter. Krass! So verlor ich Rang um Rang und viel Zeit. Mental war diese Phase des Rennens nicht einfach. Spätestens jetzt wurde mir klar, dass es heute nicht für eine Topklassierung reichen wird. Ich akzeptierte schlussendlich diese Schwäche (Bergablaufen). Was blieb mir denn auch anderes übrig? Was mich zu diesem Zeitpunkt am Leben hielt, war die Tatsache, dass ich auf Martin Boden gut machte. Ich kam ihm Stück für Stück näher.

In St. Moritz Bad (1‘755m ü. M.) war ich an Martin dran. Der Verpflegungspostennummer 3 war hier stationiert. Ich erblickte Petra, was mir sehr gut tat. Ein kurzer Schwatz und Schmatz und weiter ging es. Die nächste Steigung war angesagt. Der Weg führte zur Muottas de Schlaringna (2‘215 m ü. M.) hinauf. Martin war mir wieder etwas enteilt, aber im flacheren Abschnitt konnte ich wieder zu ihm aufschliessen. Im Aufstieg konnten wir den einen oder anderen Läufer überholen. Nach dem Aufstieg folgte sogleich der Abstieg. Wieder flogen uns die Konkurrenten um die Ohren, welche wir kurz vorher noch überholt hatten. Ich liess mich dadurch nicht mehr stören. Ich war im Genuss-Modus angelangt.

400 Höhenmeter vernichtete ich innerhalb 2 Kilometer und erreichte den nächsten Zwischenstopp bei Kilometer 30 in Pontresina (1‘805 m ü. M.). Petra war wiederum zugegen und gab mir ein erstes Mal Coca-Cola. Frisch gestärkt ging es weiter auf die zweite Schlaufe, nicht minder anstrengend. Mittlerweile brannte die Sonne auf uns hinunter, aber allemal besser als nass und kalt. Martin und ich marschierten „zügig“ auf die Alp Languard (2‘326 m ü. M.) hoch. Die Distanz zwischen uns vergrösserte sich zugunsten unsereins, aber kurz vor der Paradiso Hütte schlossen Martin und ich definitiv zusammen. Fortan waren wir beide unzertrennbar! wink

Auf dem Höhenweg von der Bergstation Alp Languard zum Unteren Schafberg (2‘243 m ü. M.) traf ich, wie vorgängig vereinbart, Petra. Coca-Cola zum Zweiten. Die flache Passage war irgendwie erholend und tat gut.

Als wir am Unteren Schafberg angelangt waren, kam der steile Aufstieg auf die Chamanna Segantini (2‘731m ü. M.). Zwischen den Lawinenverbauungen schlängelte sich der Pfad hinauf. Wir gingen zügig den Berg hoch und rannten sogar ich den flacheren Streckenteilen. Okay. Der Ausdruck „Rennen“ ist hier vielleicht etwas übertrieben.

Den letzten Gipfel des Tages erreichten wir nach gut 5:45. Kilometerstand: 40,1. Nach diesem letzten Verpflegungsposten ging es nur noch bergab nach Pontresina ins Ziel. Unsere angepeilte Endzeit von 6:00 bis 6:30 schien absolut machbar. Und so war es dann auch. Nach 6:27:16 überquerten wir gemeinsam die Ziellinie. smile

Es war ein sehr schönes Lauferlebnis in einer wundervollen Landschaft und prächtigen Natur. Die Organisation des Rennens war tadellos. Ich kann den Lauf nur weiterempfehlen! Wenn ich nochmals teilnehmen sollte, dann sicherlich nur mit mehr Trainingskilometer in den Beinen. Dies gilt für das Bergauf- wie auch das Bergablaufen!

 

Geländelauf am Bachtel vom 26. Juni 2016

Geschrieben von Mosimann Ruedi am

Bei idealen Wetterbedingungen fand der Geländelauf am Bachel, bei Dürnten statt. Rund 440 Teilnehmerinnen / Teilnehmer nahmen die recht kupierte Strecke in Angriff. Vom LSV Winterthur waren Katrin Kurtz beim Hauptlauf à 3 Runden und Ruedi Mosimann Walking à 2 Runden am Start.

Beide feierten einen 5. Rang in ihrer Kategorie.

Damen 12,1km

Rang Name Zeit Kat./Rang
22. Kartrin Kurtz 1:00.04 W20/5.

Walking 8,1km

Rang Name Zeit Kat./Rang
5. Ruedi Mosimann 1:06.36 Walk/5.