Drei neue Rekorde

Geschrieben von Müller Christine am

„Gratulation, drei neue Rekorde!“ So empfängt mich meine Garmin Uhr, als ich nach 42.46km und 4h08min auf speichern drücke. Aber von vorne, wie es dazu kam: Auf einem Longjogg mit dem LSV äusserte ich, dass ich gerne mal einen Marathonprobelauf machen würde. „Was, einfach 42km im Training? Das ist nicht nötig, mehr als drei Stunden Training schaden dem Körper sogar eher, du schaffst den Marathon in Berlin auch ohne, vorher im Training die Distanz gelaufen zu sein!“ Etwa so waren die Reaktionen, ja ich weiss, sie haben damit auch vollkommen Recht, das hab ich selber auch schon in Büchern so gelesen. Doch ich äusserte gegenüber Alois, dass es mir zur mentalen Stärkung trotzdem wichtig sei, die 42, 195km vor meinem Marathonwettkampfziel Berlin 2017 mal zu laufen. Auch er hinterfragte mein Vorhaben zuerst. Als ich aber hartnäckig blieb und er sah, dass ich es wirklich ernst meinte, sagte er mir seine Unterstützung zu. Ich wusste doch, auf Alois kann man zählen, schliesslich hat er mir mal von den „Ja aber-Menschen“ und den „warum-nicht-Menschen“ erzählt. (Fragt ihn doch mal danach wink) Wir stellten die Route und das Datum in den Longjogg- WhatsApp-Chat. So starteten Alois, Kathrin, Martin und ich am 21. Januar beim Schulhaus Büehlwiesen in mein erstes Marathonabenteuer. Kathrin und Martin haben uns auf den ersten paar Kilometer begleitet, das war toll! Bereits ab Rikon freuten wir uns den Nebel hinter uns gelassen zu haben. Alois bremste mich immer wieder und fragte, wie hoch mein Puls sei. Schliesslich war unser Ziel nicht, die 42,195 km möglichst rasch zu laufen. Wir wollten erreichen, dass ich eine bleibende positive Erinnerung an die Marathondistanz verbuchen kann. Wegen den Minustemperaturen hatten wir den Radweg fast immer für uns alleine. Wir liefen immer im aeroben Bereich, einzig wenn ich versuchte, das vereiste Wasser aus meinem Trinkschlauch zu saugen, geriet ich kurz ausser Atem. Zwischen Turbenthal und Bichelsee ging die Biese, doch die verschneite Landschaft war wunderschön. In Bichelsee waren die Höhenmeter und die Hälfte der Distanz bereits geschafft. Trinken wurde für mich unmöglich, da der Schlauch der Trinkblase nun vollkommen zugefroren war. Umso dankbarer war ich, als wir beim vereinbarten Treffpunkt ankamen, an dem Brigitte uns mit warmem Tee empfing. Bei ihr ins Auto zu steigen, war keine Sekunde lang eine Versuchung, ich fühlte mich topfit. Jedoch gab ich ihr meinen Trinkrucksack zum auftauen mit. Die nächsten ca. 8km bis Aadorf rollten dahin, wir wurden deutlich schneller und Alois erinnerte mich immer wieder daran, zurückhaltend zu sein mit dem Tempo. Das hat sich definitiv gelohnt. In Aadorf nahm ich nochmals Tee und meinen aufgetauten Trinkrucksack von Brigitte entgegen. Alois verabschiedete sich von seiner Frau und meinte es sähe gut aus, wir würden es ziemlich sicher nach Hause schaffen. Alois warnte mich vor der kurzen Steigung in Elgg, jedoch weiss ich unterdessen, Steigungen bewältigt man primär im Kopf, die Füsse sind sehr lange in der Lage einen Schritt vor den anderen zu setzten. Ich wurde fokussierter, war froh dass Alois weiterhin locker mit mir plauderte, vermute aber dass ich weniger gesprächig wurde. Ich erinnere mich noch, dass ich mich gefreut habe über meine neuste längste Strecke bei 36km. Ab Elsau wusste ich, jetzt sind wir auf dem Heimweg, das anstrengende Trinken unterliess ich von da an, sollte der Trinkschlauch eben wieder zufrieren. Beim nächsten Mal würde ich wohl auch wie Alois eine Trinkflasche nehmen… Eigentlich wäre ja ab dort auch der Zeitpunkt gekommen, um beim Tempo ein wenig anzuziehen. Ich teilte Alois aber mit, dass ich mich dazu nicht mehr durchringen wolle, ich wolle einfach das Tempo so halten. Ab Bahnhof Hegi schaute ich in kürzeren Abständen auf meine Garmin Uhr, es zählte nun jeder Meter. Es war eine Punktlandung, mit 42.46km waren wir vor meiner Haustüre angelangt und ich war überglücklich. Mein Mann schoss ein Erinnerungsfoto und servierte mir einen Recoveryshake.

Die Endorphin Ausschüttung spürte ich noch lange, ich strahlte den ganzen Nachmittag vor mich hin. Nach einem warmen Bad, Blackroll und dem mir ungeliebten dehnen, schmerzten meine Beine in absolut erträglichem Mass. Ja, ich würde es wieder tun! Einen Marathon laufen ohne Startgebühr, ohne Startnummer, ohne Rivalen, ohne Fans. Einfach aus Freude am Laufen, aus Freude an der Natur, aus Dankbarkeit so fit und gesund sein zu dürfen, 42km ohne Beschwerden laufen zu können. Besonderen Dank nochmals an Alois und Brigitte für die tolle Unterstützung! Auch meinem lieben Ehemann, der am nächsten Tag «Anleitung Sportmassage» gegoogelt hat. smile Aber auch allen anderen vom LSV, es macht Spass, mit euch seit einem Jahr Kilometer um Kilometer unter die Füsse zu nehmen!

50. Dietiker Neujahrslauf

Geschrieben von Frieden Petra am

Die Lauf-Wettkampfsaison 2017 ist mit dem 1. Rennen des ZKB Cup am Samstag, 14.01.2017 für die Läuferinnen und Läufer des LSV Winterthur lanciert worden. Bei winterlichen Bedingungen mit Schneefall und entsprechenden Temperaturen trotzten 710 Läuferinnen und Läufer (ohne Kinder und Jugendlichen) sowie 50 Walker und kamen zum 50. Dietiker Neujahrslauf. Mit dabei waren auch 5 Mitglieder des LSVW! smile Ruedi war der erste Startende gleich nach dem Mittag. Er klärte Hansruedi und mich über den Zustand der Strecke auf und gab uns wichtige Tipps. Mein Ziel für diesen Lauf war, wieder in den Rennrhythmus zu kommen. Meine Trainings bis hin zum Lauf waren sicher nicht zu vielzählig. Über die Feiertage habe ich das Training etwas schleifen lassen, und das gute und viele Essen haben ihre Spuren hinterlassen. Dennoch wollte ich schnell sein, aber ich kam an meine Grenzen. Der Start verlief optimal, nicht zu schnell und doch zügig. Ich versteckte mich in der Gruppe, und der Wind auf dem ersten Kilometer konnte mir erstmal nichts anhaben. Danach ging es in die verschneite Landschaft zum Wald und in den Anstieg. Es war ein super schönes Teilstück, das ich auch auf der 2. Runde nochmals geniessen konnte. Sicher war es mühsam und kräfteraubend zum Laufen, aber landschaftlich wunderschön! Den Abstieg vom höchsten Punkt zurück Richtung Ziel, lief ich beide Male vorsichtig und versuchte mich etwas zu erholen. Aufgrund der vielen Läuferinnen und Läufer wurde der Schnee jedoch immer fester, und es wurde immer rutschiger. Wie bei allen anderen Läuferinnen und Läufer, ging daher auch bei mir der eine oder andere Schritt, das eine oder andere Mal etwas nach hinten weg. wink Da kam jeder schneefreie Abschnitt sehr gelegen! Sicher waren diejenigen etwas im Vorteil mit etwas Profil an den Schuhen, aber das alleine machte die Schnelligkeit nicht aus. Dank der freundlichen Wetterbedingungen mit guten Sichtverhältnissen zum Zeitpunkt unseres Rennens (Frauen und Männer über M50) konnte ich den Lauf auch geniessen. Ich versuchte mein Tempo hoch zu halten und auf den beiden letzten Kilometern nochmals etwas zu zusetzen. Was mir auch gelang. Im Ziel war ich k.o und zufrieden. Mehr ging heute nicht mehr.

Kathrin und Hansruedi sind beide je ein gutes und mutiges Rennen gelaufen, denn beide sind noch in einer Rekonvaleszenz-Phase. Andi hatte es leider wettermässig nicht mehr ganz so optimal wie wir. Er ist 1.5h später gestartet und die Wege waren bis dahin auch ziemlich ausgetrampelt und glatt. Damit hatte er sicher die schwierigeren Verhältnisse. Mit grosser Motivation aber unterschiedlichen Ambitionen sind wir nach Dietikon gereist. Jede/r von uns hat den Lauf anders erlebt und jede/r hat sein Bestes gegeben. Ich hoffe, ich bin nicht falsch, wenn ich hier für uns schreibe, das Rennen war eine Reise wert. smile

12,1km

Frauen

Rang Name Zeit Kat./Rang
25. Petra Frieden 56.15,0 H/8.
51. Kathrin Kurtz 1:02.07,4 F/11.

Männer

Rang Name Zeit Kat./Rang
217. Andi Pfäffli 57.43,0 C/58.
468. Hansruedi Ott 1:10.45,6 D/125.

6,6km Walking / Nordic Walking

Rang Name Zeit Kat./Rang
  Ruedi Mosimann 52.47,8 N

 

Absenden

Geschrieben von Frei Walter am

Kaum ist das neue Jahr in Fahrt gekommen, ist der erste Vereinsanlass bereits wieder Vergangenheit. Am Freitag, 13. Januar fand das Absenden für das Vereinsjahr 2016 in der Freizeitanlage Kanzleistrasse in Seen statt. An diesem Anlass wurden alle Mitglieder/-innen welche die erforderliche Punktzahl in der Vereinsmeisterschaft erreicht hatten geehrt und mit einem Präsent beschenkt.

Das sind sie, die fleissigen Helfer/-innen die den Anlass souverän über die Runde brachten. Sie organisierten, bereiteten vor, richteten ein, kochten, räumten auf und, und, u...... Herzlichen Dank!

Bis ihr weitere Bilder zu sehen bekommt müsst ihr euch min. 2 Wochen gedulden. Der Fotograf geht in die Ferien.